Projekte
Politisierung des akustischen Raums
Posted February 10th, 2009 by KUPFHörstadt heißt das zentrale Projekt der von Peter Androsch geleiteten Musikabteilung bei Linz 2009, Kulturhauptstadt Europas. Andreas Fellinger hat sich mit ihm darüber sowie über Gramsci, Gott und die Welt unterhalten.
Hörstadt heißt das zentrale Projekt der von Peter Androsch geleiteten Musikabteilung bei Linz 2009, Kulturhauptstadt Europas. Andreas Fellinger hat sich mit ihm darüber sowie über Gramsci, Gott und die Welt unterhalten.
Respektlos, zynisch, unprofessionell.
Posted February 10th, 2009 by KUPFBernhard Langs Oper „Montezuma-Fallender Adler“, eine zentrale Musikproduktion für Linz09, Kulturhauptstadt Europas, wurde Ende Juni 08 kurzfristig abgesagt. Wegen des „finanziellen Aufwand(s), der sich aus den Forderungen aller Beteiligten ergibt“, wie die 09-Intendanz lapidar bemerkte. Lang erläutert im freiStil-Interview die wahren Hintergründe der plötzlichen Absage.
freiStil: Wie war die Entstehungsgeschichte deiner Oper "Montezuma-Fallender Adler"? Was ist ihr Inhalt, was ihre Form? Und wie hätte die Aufführung am 8. Juli 2009 in Linz verwirklicht werden sollen?
Linz0nein
Posted January 5th, 2009 by spotsZ(Jänner 09) Pünktlich zum Start des Kulturhauptstadtjahres wird von „Linz0nein“ das alternative „Programmbuch 4/3“ herausgegeben: Inhalt werden all jene von Linz09 abgelehnten oder zurückgezogene Projektideen sein, deren AutorInnen der Überzeugung sind, dass sie unbedingt veröffentlicht werden sollten. Die ProgrammbuchmacherInnen Robert Hinterleitner und Belinda Hofer im Interview.
„Längst haben wir gelernt, dass nicht jede abgelehnte Idee schlecht und nicht jede realisierte Idee neu ist“ – das zu verdeutlichen, war unter anderem Ansatz des Projekts Programmbuch 4/3. Hat sich das alternative Potential für euch bestätigt oder auch differenziert?
Stop/Rewind + mixdown
Posted December 8th, 2008 by KUPFÜberlegungen zu Linz09 und danach von Pamela Neuwirth erschienen in KUPFzeitung 128/08
Als ich im Frühjahr 08 den oberösterreichischen Autor Rudolf Habringer auf der Buchmesse Leipzig zum Interview traf, fanden wir uns in einem schicken Linz09-Cafe wieder und waren doch perplex: das Cafe sollte als Rahmen für Lesungen der AutorInnen fungieren; neugierig studierten wir den Linz09-Katalog, was denn Linz09 bislang mit Literatur zu tun hätte? Wirklich fündig wurden wir nicht - seltsam damals, das Linz09-Cafe in Leipzig.
Uminterpretationen
Posted December 8th, 2008 by KUPFLinz 09 interpretiert den Advent um: Nicht mehr 24 Türchen gibt es am Adventkalender zu öffnen, sondern – Tradition hin oder her – 31 Türchen stehen zur Verfügung: Linz09 hat ja genügend zum Herzeigen.
von Andrea Mayer-Edoloeyi, erschienen in KUPFzeitung 128/08
Die Vorfreude soll nicht mehr einen traditionellen christlichen Fest gelten, sondern dem Faktum, dass Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas sein wird. Weihnachten ist sowieso mehrheitlich ein Kommerzspektakel - die Zeit der besten Umsätze für den Handel - also macht es auch nichts, wenn dieses Jahr ein bisserl verlängert wird zugunsten der “guten Sache”. Die “gute Sache” ist hier also nicht mehr die Menschwerdung Gottes und (für alle, die das glauben) die damit verbundene performative Zusage eines guten Lebens für alle, sondern Kultur à la Linz 09 als neue Heilsverheißung.
Am Strom der Glückseligkeit
Posted September 30th, 2008 by spotsZDie Donau fließt als einziger Strom Europas gen Osten, Richtung Schwarzes Meer. Ein Meteoritenschauer hat ihr einst den ungewöhnlichen Weg zwischen Schwarzwald und Bayrischem Wald vorgegeben. Randskizzen zur Donaukultur, von Wolfgang Schmutz.
In ihrem Oberlauf verlässt die Donau streckenweise auch die Oberfläche, versickert und speist so auch den Rhein durch den porösen Kalk mit Wasser. In der schwäbischen Alb hat der Rhein, der als einziger Alpenfluss nach Norden fließt, einst ihre Zuflüsse geerbt. Bis zum „Abfressen“ des Gebiets speisten sie mehrheitlich die Donau.
Unprofessionell mit Vollkasko
Posted September 30th, 2008 by KUPFInge Proyer und Udo Danielcyk berichten ihrem Onkel Hans über den Umgang mit Projekten im Rahmen der Kulturhauptstadt.
erschienen in KUPFzeitung 127/08
Lieber Onkel Hans, wir hatten Dir doch vom Projekt „Linz in Torten“ (LIT) erzählt, das wir für den Verein „maiz – autonomes Zentrum von & für Migrantinnen“ im Rahmen der Kulturhauptstadt Linz ’09 (L’09) durchführen sollten. Jetzt müssen wir Dir aber leider über die Absage des Projekts durch maiz und deren Hintergründe berichten.
Zum Thema Kultur des Nicht -Teilens:
Posted September 11th, 2008 by FROEin weiteres Ex-Linz09-Projekt stellt sich vor ...
Live im Studio der FROzine am 2. September 2008 stellt MAIZ, das autonome Zentrum von & für MigrantInnen ihr Projekt "Linz in Torten", daß sie am 1. September offiziell zurückgezogen haben, vor.
Die FROzine fragt die ProjektleiterInnen Rudolf Danielczyk, Ingeborg Proyer und Radostina Patulova was die Gründe für die Projektabsage von Maiz waren. Verfolgt Linz09 eine eigene Logik, die ausschließlich dem Profit verpflichtet ist und warum wird das Thema Nachhaltigkeit wieder einmal zum Problem? Es sind nun bitter-süße Torten-Konzepte, die auf Grund von wirtschaftlichen Gründen, auch ungebacken bleiben.
Pamela Neuwirth stellt die Fragen.
Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas: Programmbuch 2/3
Posted June 30th, 2008 by KUPFGerlinde Schmierer führte sich das Programmbuch 2/3 zu Gemüte.
erschienen in KUPFzeitung 126/08
“Linz. verändert, Veränderung braucht Bilder.“ So Intendant Martin Heller in seinem Vorwort zum nunmehr zweiten von drei Programmbüchern von Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas. Dieser Einleitung auf den Fuß folgen 20 Seiten Bilder. Es kann also gar nichts mehr schief gehen! Zudem sind bei zahlreichen Projekten Datum, Zeit und Ort fixiert, was heißt, es kann und darf auch schon geplant werden. Und warum sollten das nur Besucher/innen aus aller Herren Länder machen?
Odyssee 2009 Kulturhauptstadt Europas
Posted April 30th, 2008 by KUPFGedanken zur Leitkulturhauptstadt 2009 von Tanja Brandmayr
erschienen in KUPFzeitung 125/08
Über Linz09 Kritik zu formulieren, fällt schwer, da sich aus Sicht des Kulturschaffens vielerlei schwer zu handhabende Diskrepanzen aufgetan haben: während man sich etwa seitens der Intendanz an Reibereien wachsen sieht, bedeuten diese Reibereien für lokale Kulturschaffende in vielen Fällen einen schlichten Ausschluss aus dem Geschehen, logischerweise je mehr von vorneherein dafür umso nachhaltiger.
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