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Stop/Rewind + mixdown

Überlegungen zu Linz09 und danach von Pamela Neuwirth erschienen in KUPFzeitung 128/08

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Artikel

Als ich im Frühjahr 08 den oberösterreichischen Autor Rudolf Habringer auf der Buchmesse Leipzig zum Interview traf, fanden wir uns in einem schicken Linz09-Cafe wieder und waren doch perplex: das Cafe sollte als Rahmen für Lesungen der AutorInnen fungieren; neugierig studierten wir den Linz09-Katalog, was denn Linz09 bislang mit Literatur zu tun hätte? Wirklich fündig wurden wir nicht - seltsam damals, das Linz09-Cafe in Leipzig.


Uminterpretationen

Linz 09 interpretiert den Advent um: Nicht mehr 24 Türchen gibt es am Adventkalender zu öffnen, sondern – Tradition hin oder her – 31 Türchen stehen zur Verfügung: Linz09 hat ja genügend zum Herzeigen.
von Andrea Mayer-Edoloeyi, erschienen in KUPFzeitung 128/08

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Artikel

Die Vorfreude soll nicht mehr einen traditionellen christlichen Fest gelten, sondern dem Faktum, dass Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas sein wird. Weihnachten ist sowieso mehrheitlich ein Kommerzspektakel - die Zeit der besten Umsätze für den Handel - also macht es auch nichts, wenn dieses Jahr ein bisserl verlängert wird zugunsten der “guten Sache”. Die “gute Sache” ist hier also nicht mehr die Menschwerdung Gottes und (für alle, die das glauben) die damit verbundene performative Zusage eines guten Lebens für alle, sondern Kultur à la Linz 09 als neue Heilsverheißung.


Die Erfüllung großer Erwartungen

Anita Hofer begibt sich in Niederungen und lässt Martin Lorenz erstehen.
erschienen in KUPFzeitung 127/08

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Kolumne

Erschrocken dreht er sich um und verschüttet fast seinen Aperol. Gerade hat er sich dasselbe gefragt. „Und, ist die Stadt noch dieselbe wie vor 6 Jahren?“ Lächelnd kommt die Studentin der Integrativen Kommunikationswissenschaften auf ihn zu und nimmt einen Schwall der lauten, stickigen Festluft von drinnen auf den Balkon mit.


Unprofessionell mit Vollkasko

Inge Proyer und Udo Danielcyk berichten ihrem Onkel Hans über den Umgang mit Projekten im Rahmen der Kulturhauptstadt.
erschienen in KUPFzeitung 127/08

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Artikel

Lieber Onkel Hans, wir hatten Dir doch vom Projekt „Linz in Torten“ (LIT) erzählt, das wir für den Verein „maiz – autonomes Zentrum von & für Migrantinnen“ im Rahmen der Kulturhauptstadt Linz ’09 (L’09) durchführen sollten. Jetzt müssen wir Dir aber leider über die Absage des Projekts durch maiz und deren Hintergründe berichten.


Zukunft der Kulturpolitik: Ist da jemand?

Lässt sich über Kulturpolitik zu Zeiten ihrer Selbstauflösung diskutieren? Und wenn uns die Gegenwart entgleitet, wer gestaltet die Zukunft für Kunst, Kultur und Medien? Vom Risiko eines Versuchs, dessen Unterlassung noch größere Risken in sich birgt. Von Martin Wassermair.
erschienen in KUPFzeitung 127/08

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Artikel

Ein publizistisches Wahrnehmungserlebnis der besonderen Art: Die unter Intellektuellen und Kulturinteressierten stets mit gemischten Gefühlen gelesene Stadtzeitung FALTER veröffentlichte wenige Tage vor der Nationalratswahl einen Kommentar ihres Feuilletonchefs zur Frage, ob die „kulturpolitische Abstinenz" im Wahlkampf überhaupt zu beklagen sei.


Über Kommunikationslosigkeit!

Öffentliche Wahrnehmung und Kommunikation liegen im Argen, befindet Stefan Haslinger.
erschienen in KUPFzeitung 127/08

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Kommentar

Ein paar Gedanken, veranlasst durch ein paar Ereignisse!
Über Kommunikation wird viel gesprochen. Wer mit wem welche Sachverhalte, Anliegen, in welcher Weise kommunizieren sollte. Kommunikationsverknappung im Zeitalter der elektronischen Übermittlung von Botschaften ist prädestiniert für das Sommerloch. Simple Botschaften wurden uns von KommunikationsstrategInnen auf Wahlplakaten die letzten Monate um die Augen gehaut.


Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas: Programmbuch 2/3

Gerlinde Schmierer führte sich das Programmbuch 2/3 zu Gemüte.
erschienen in KUPFzeitung 126/08

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Artikel

“Linz. verändert, Veränderung braucht Bilder.“ So Intendant Martin Heller in seinem Vorwort zum nunmehr zweiten von drei Programmbüchern von Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas. Dieser Einleitung auf den Fuß folgen 20 Seiten Bilder. Es kann also gar nichts mehr schief gehen! Zudem sind bei zahlreichen Projekten Datum, Zeit und Ort fixiert, was heißt, es kann und darf auch schon geplant werden. Und warum sollten das nur Besucher/innen aus aller Herren Länder machen?


130

130% ehrlich meint es Martin Heller. Norbert Trawöger fragt, was sich hinter dieser Zahl versteckt und was sie wohl bedeutet?
erschienen in KUPFzeitung 126/08

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Kolumne

Mathematik war nie mein Fach. Als ich vor 23 Jahren in die gymnasiale Oberstufe eintrat, schlug sich mein Mathematik-Professor, angesichts meines Familiennamens, auf seine, aufgrund völligen Kopfhaarverlusts erst im Nacken endende, Stirn und zog seinen Schnauzer derart nach unten, dass seine Barthaare auf den Katheder zu tropfen begannen. Vier meiner familiennamensgleichen Vorfahren hatten sich bereits untilgbar in sein mathematisches, wenn auch wenig pädagogisches Gedächtnis eingebrannt und ihn zu dieser spontanen und prophetischen Geste hingerissen.


Odyssee 2009 Kulturhauptstadt Europas

Gedanken zur Leitkulturhauptstadt 2009 von Tanja Brandmayr
erschienen in KUPFzeitung 125/08

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Kolumne

Über Linz09 Kritik zu formulieren, fällt schwer, da sich aus Sicht des Kulturschaffens vielerlei schwer zu handhabende Diskrepanzen aufgetan haben: während man sich etwa seitens der Intendanz an Reibereien wachsen sieht, bedeuten diese Reibereien für lokale Kulturschaffende in vielen Fällen einen schlichten Ausschluss aus dem Geschehen, logischerweise je mehr von vorneherein dafür umso nachhaltiger.


Was braucht die Kultur - was braucht das Leben?

Aileen Derieg über das Kulturverständnis, das im Kulturhauptstadtdenken steckt.
erschienen in KUPFzeitung 125/08

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Artikel

Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt nicht ganz. Bekanntlich leistet es sich die Stadt Linz im Jahre 2009, sich als Europäische Kulturhauptstadt zu präsentieren. Nachdem diese Ehre auch nicht wenig kostet, stellt sich logischerweise die Frage, wer davon profitieren soll. Die »Wirtschaft« soll selbstverständlich dadurch angekurbelt werden, es sollen möglichst viele Touristinnen und Touristen von den beeindruckenden kulturellen Angeboten hergelockt werden, und sie sollen dermaßen beeindruckt werden, dass sie wieder kommen und überall erzählen, wie großartig diese Stadt ist.


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