BEITRÄGE AUS DEN FREIEN MEDIEN ZUM THEMA "LINZ KULTURHAUPTSTADT EUROPAS - 2009" UND DIE FOLGEN"

"Glasschock!"

Versorgerin #78, Juni 08

Christian Wellmann hat ihn. Und Linz die Bauwut.

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Artikel

Gedanken zur Baugrube 4020 lassen mich in eine wütende Starre verfallen. Ein Thema, inzwischen so umfassend wie das Neue Testament. Mein Leben wird dadurch immer mehr zur Baustelle ohne Ablaufdatum. Jeden Tag neue in Beton gegossene Luftschlösser. Dreckiger Lärm. Modernisierungswahn manifestiert in Prunkbauten und einer cleanen Stadtansicht für sonnige Konsumfreudigkeit. Ablenkung vom Wesentlichen durch Armutszeugnisse in den Disziplinen Kunst, Kultur und Architektur.


Editorial

Versorgerin #78, Juni 08

Post von Seiner Intendanz:

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Artikel

Liebe Redaktion Versorgerin,

mit teils größerer, teils geringerer Neugier nehme ich die Kommentare der
Versorgerin zum Thema Linz09 zur Kenntnis. Und frage mich, ob statt der
risikolosen Einzelbetrachtung es nicht an der Zeit wäre, eine wirkliche
Diskussion durchzuführen und danach zu publizieren – zu welchen thematischen
Aspekten des Kulturhauptstadtprojektes auch immer.

Falls Sie an einer solchen Diskussion Interesse haben, so stehe ich gern zur
Verfügung.

Mit der Bitte um kurzen Bescheid, und

mit herzlichen Grüßen

Martin Heller
Intendant


Was braucht die Kultur - was braucht das Leben?

Aileen Derieg über das Kulturverständnis, das im Kulturhauptstadtdenken steckt.
erschienen in KUPFzeitung 125/08

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Artikel

Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt nicht ganz. Bekanntlich leistet es sich die Stadt Linz im Jahre 2009, sich als Europäische Kulturhauptstadt zu präsentieren. Nachdem diese Ehre auch nicht wenig kostet, stellt sich logischerweise die Frage, wer davon profitieren soll. Die »Wirtschaft« soll selbstverständlich dadurch angekurbelt werden, es sollen möglichst viele Touristinnen und Touristen von den beeindruckenden kulturellen Angeboten hergelockt werden, und sie sollen dermaßen beeindruckt werden, dass sie wieder kommen und überall erzählen, wie großartig diese Stadt ist.


Zwischen Tiefenrausch und Nachhaltigkeit

(Mai 2008) Nach der vorjährigen „Schaurausch“-Ausstellung zeigt „Tiefenrausch“ als zweiten Teil der dreiteiligen „Rausch“-Kooperation vom O.K und Linz09 dieses Jahr ein breit gefächertes Spektrum von Kunst in den Tiefen der Stadt. Das Gespräch entwickelte sich in weiten Teilen zu Reflexionen über Linz09: Christian Herzenberger im Interview mit Rainer Zendron, stellvertretender Rektor der Kunstuniversität und vom O.K beauftragter Kurator der Schau.

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Interview

Wie steht es um die Kunstuniversität und Linz 09? Eine symbiotische oder mehr eine synthetische Beziehung?

Rainer Zendron: Bis Dato gibt es kein Uni-Projekt mit Linz 09. Obwohl natürlich eine große Anzahl an Projektvorschlägen eingereicht wurde. Aber es konnte keinerlei Einigung erzielt werden.

Dann ist wohl die Kunstuni bei ‚Tiefenrausch’ weniger Wegbereiter, als Wegbegleiter?


Odyssee 2009 Kulturhauptstadt Europas

Gedanken zur Leitkulturhauptstadt 2009 von Tanja Brandmayr
erschienen in KUPFzeitung 125/08

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Kolumne

Über Linz09 Kritik zu formulieren, fällt schwer, da sich aus Sicht des Kulturschaffens vielerlei schwer zu handhabende Diskrepanzen aufgetan haben: während man sich etwa seitens der Intendanz an Reibereien wachsen sieht, bedeuten diese Reibereien für lokale Kulturschaffende in vielen Fällen einen schlichten Ausschluss aus dem Geschehen, logischerweise je mehr von vorneherein dafür umso nachhaltiger.


"Hinaus aus der Stadt mit dem Schuft"

„Hinaus aus der Stadt mit dem Schuft“ (frei nach Karl Kraus)
Kommentar von Andi Wahl

Format: 
Kommentar

„Hinaus aus der Stadt mit dem Schuft“ (frei nach Karl Kraus)

Kommentar von Andi Wahl

In einem Interview mit den Oberösterreichischen Nachrichten (12.3.08) meinte 09-Intendant Martin Heller zur Aussage des Phönix-Leiters Harald Gebhartl, dass sich das Phönix durch 09 seine Seele nicht rauben lasse: „Wir kennen das aus ethnologischen
Berichten: Mit dieser Begründung wollten sich Eingeborene nicht
fotografieren lassen. Das trifft die Sache ganz gut: Da wehrt sich
jemand dagegen, auf eine andere Weise wahrgenommen zu werden, als auf


Town in Fear

Versorgerin #77, April 08

Wer bestimmt, wer sich im öffentlichen Stadtraum aufhält? Von Franz Fend

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Artikel

Manchmal passieren Dinge, die selbst erfahrene MedienrezipientInnen in Staunen versetzen. Die Linzer Rundschau, ein Blatt von dem man das nicht vermuten würde, hat sein Herz für die Obdachlosen entdeckt. Auf einer ganzen Seite wurden kürzlich Sozialvereine vorgestellt, die sich der Probleme der Obdachlosen annehmen, es kamen Sozial-Experten zu Wort, die betonen, dass die „sichtbaren Obdachlosen nur die Spitze des Eisbergs“ seien.


Das Gesicht des Wassers

(April 2008) Wasser hat im stetigen Dahinströmen den Charakter des Endlosen, ist in seinem Kreislauf Sinnbild des Zyklischen. Marina Koraiman thematisiert im Tanztage Labor das Wasser zwischen „Recht des Menschen“ und „Recht der Natur“ und testet vor allem in Bild und Bewegung seine artifiziellen Eigenschaften. Tanja Brandmayr spricht mit Marina Koraiman über arbeiten und leben in Linz.

Format: 
Interview

Nomos Physis heißt dein Stück, das beim heurigen Tanztage Labor gezeigt wird. Dabei geht es laut Programmheft um die formende Kraft des Wassers – um Zeit, Landschaft, Mensch und Natur. Um gleich in Medias Res zu gehen, was bedeutet in diesem Zusammenhang Nomos Physis?


"Reibereien sind gut"

(April 2008) Intendanz von Linz09 böse, freie Szene arm? Christian Pichler im Gespräch mit „Fuckhead“-Frontmann und Multikünstler Didi Bruckmayr - über Kuscheligkeit, Kommunikation und Konflikte.

Format: 
Interview

Kürzlich, so war in Ö1 zu hören, gab´s einen Auftritt von dir und Willi Resetarits. An welchen künstlerischen Projekten arbeitest du derzeit?


Stefan Haslinger (KUPf OÖ) zu Linz09

Stefan Haslinger, Geschäftsführer der Kulturplattform OÖ und Kenner der freien Kunst- und Kulturszene Oberösterreich und Linz im Interview.

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Radiobeitrag

Im Gespräch geht es um atypische Dienstverhältnisse, die Förderlandschaft für Kunst- und Kulturschaffende, Risken und Chancen der europäischen Kulturhauptstadt Linz09 und die Frage der Nachhaltigkeit und dem kulturellen Mehrwert wird auch thematisiert.
Basís für das Interview stellt, die Studie "Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas", die am Institut für Gesellschafts- und Sozialpoltitk an der JKU Linz im Wintersemester 2007 entstanden ist, dar.
Das Interview wurde von Michaela Schoissengeier geführt.


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