BEITRÄGE AUS DEN FREIEN MEDIEN ZUM THEMA "LINZ KULTURHAUPTSTADT EUROPAS - 2009" UND DIE FOLGEN"

Politisierung des akustischen Raums

Hörstadt heißt das zentrale Projekt der von Peter Androsch geleiteten Musikabteilung bei Linz 2009, Kulturhauptstadt Europas. Andreas Fellinger hat sich mit ihm darüber sowie über Gramsci, Gott und die Welt unterhalten.

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Interview

Hörstadt heißt das zentrale Projekt der von Peter Androsch geleiteten Musikabteilung bei Linz 2009, Kulturhauptstadt Europas. Andreas Fellinger hat sich mit ihm darüber sowie über Gramsci, Gott und die Welt unterhalten.


Respektlos, zynisch, unprofessionell.

Bernhard Langs Oper „Montezuma-Fallender Adler“, eine zentrale Musikproduktion für Linz09, Kulturhauptstadt Europas, wurde Ende Juni 08 kurzfristig abgesagt. Wegen des „finanziellen Aufwand(s), der sich aus den Forderungen aller Beteiligten ergibt“, wie die 09-Intendanz lapidar bemerkte. Lang erläutert im freiStil-Interview die wahren Hintergründe der plötzlichen Absage.

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Interview

freiStil: Wie war die Entstehungsgeschichte deiner Oper "Montezuma-Fallender Adler"? Was ist ihr Inhalt, was ihre Form? Und wie hätte die Aufführung am 8. Juli 2009 in Linz verwirklicht werden sollen?


Willkommen in der Retro Postmoderne

Versorgerin 80, Dezember 08

Ein Kommentar von ur, servus.at

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Kommentar

Nun sitzen wird also mitten im lila, rosa, grün blinkenden Disneyland der dobuschen Turbo-Kulturentwicklung. Der alten Fassade der Kirchengasse 4 und anliegenden Häusern ist liebevoller Betonraum verordnet worden. Jetzt fehlen noch ein paar designte Möbel, Blumentöpfe und Grasfleckerl auf Rollen, ein paar Überwachungskameras und ein Security Dienst, dass wir uns endlich mit dem trendigen Wiener MQ vergleichen können. Schema F.


Linz0nein

(Jänner 09) Pünktlich zum Start des Kulturhauptstadtjahres wird von „Linz0nein“ das alternative „Programmbuch 4/3“ herausgegeben: Inhalt werden all jene von Linz09 abgelehnten oder zurückgezogene Projektideen sein, deren AutorInnen der Überzeugung sind, dass sie unbedingt veröffentlicht werden sollten. Die ProgrammbuchmacherInnen Robert Hinterleitner und Belinda Hofer im Interview.

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Interview

„Längst haben wir gelernt, dass nicht jede abgelehnte Idee schlecht und nicht jede realisierte Idee neu ist“ – das zu verdeutlichen, war unter anderem Ansatz des Projekts Programmbuch 4/3. Hat sich das alternative Potential für euch bestätigt oder auch differenziert?


Uminterpretationen

Linz 09 interpretiert den Advent um: Nicht mehr 24 Türchen gibt es am Adventkalender zu öffnen, sondern – Tradition hin oder her – 31 Türchen stehen zur Verfügung: Linz09 hat ja genügend zum Herzeigen.
von Andrea Mayer-Edoloeyi, erschienen in KUPFzeitung 128/08

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Artikel

Die Vorfreude soll nicht mehr einen traditionellen christlichen Fest gelten, sondern dem Faktum, dass Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas sein wird. Weihnachten ist sowieso mehrheitlich ein Kommerzspektakel - die Zeit der besten Umsätze für den Handel - also macht es auch nichts, wenn dieses Jahr ein bisserl verlängert wird zugunsten der “guten Sache”. Die “gute Sache” ist hier also nicht mehr die Menschwerdung Gottes und (für alle, die das glauben) die damit verbundene performative Zusage eines guten Lebens für alle, sondern Kultur à la Linz 09 als neue Heilsverheißung.


Stop/Rewind + mixdown

Überlegungen zu Linz09 und danach von Pamela Neuwirth erschienen in KUPFzeitung 128/08

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Artikel

Als ich im Frühjahr 08 den oberösterreichischen Autor Rudolf Habringer auf der Buchmesse Leipzig zum Interview traf, fanden wir uns in einem schicken Linz09-Cafe wieder und waren doch perplex: das Cafe sollte als Rahmen für Lesungen der AutorInnen fungieren; neugierig studierten wir den Linz09-Katalog, was denn Linz09 bislang mit Literatur zu tun hätte? Wirklich fündig wurden wir nicht - seltsam damals, das Linz09-Cafe in Leipzig.


Ein Baustellengespräch

Versorgerin #80, Dezember 08

Eine Groll-Geschichte von Erwin Riess.

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Artikel

Groll und der Dozent standen in Linz-Urfahr vor einer Häuserzeile an der Donau. Behutsam restaurierte Häuser, dezent gefärbelt, mit Proportionen ausgestattet, die dem ungestümen Fluß gegenüber Respekt ausdrücken, aber auch eine gewisse Trotzigkeit zeigen. Wir lassen uns von dir, Fluß, nicht vertreiben, sagen die Häuser, wir sind aber andererseits auch froh, daß es dich gibt, denn du verleihst unserer harten Existenz im rauhen Norden der Stadt Weltläufigkeit.


Mutig in die neuen Zeiten

Versorgerin #80, Dezember 08

Heller brachte uns den Neoliberalismus. Meint Andreas Wahl.

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Artikel

„Mit Heller / werden wir zum Bestseller“ hat der Linzer Kulturstadtrat Erich Watzl in seiner Abteilung dichten lassen. Der Öffentlichkeit vorgestellt hat er diesen Zweizeiler bei der Präsentation des Programmbuches für das Kulturhauptstadtjahr 09. Eigentlich wollte er dieses Kleinod der heimischen Dichtkunst dem Theater Phönix entgegenschleudern, das seit 20. November das Stück „Der Zwerg ruft“ von Kurt Palm gibt. Die darin auftretende Figur des „Kulturmanagers Dunkler“ trägt nämlich ein T-Shirt mit der Aufschrift „Watzl is my Schatzl“.


Schock! Horror! Es ist Linznulljein!

Versorgerin #80, Dezember 08

Eigentlich wollte Linz ja bloß Kulturhauptstadt werden. Dann aber begannen Planung und Programmentwicklung zu diesem Event. Seither trägt Linz eine weitere Würde. Als Ambivalenzhauptstadt Europas. Von Andreas Kump.

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Artikel

Beginnen wir mit einer journalistischen Todsünde – mit einer waschechten Selbstreferenzialität. Die immer dann über nicht zu beneidende Lesende kommt, wenn ein Journalist darüber schreibt wie es einem zweiten Journalisten bei der Arbeit ergangen ist. Was normalerweise für schwierige Situationen der Berichterstattung vorbehalten ist – für Kriegshandlungen, Zensurversuche oder die privilegierte Erfahrung anderer Katastrophen –, aber vielleicht handelt es sich ja um eine solche.


…and I sing a nickle song

Versorgerin #80, Dezember 08

Andreas Wahl über "Der Zwerg ruft" von Kurt Palm.

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Artikel

Das Ende November vom Theater-Phönix gegebene Stück “Der Zwerg ruft” ist eine wirklich lustvolle Auseinandersetzung mit den Vorwehen des Kulturhauptstadtjahres in Linz. Sitzt man in der Inszenierung von Kurt Palm, so überkommt einen das Gefühl, als hätten sich hier ein paar Lausbuben ans Werk gemacht, um den Kulturhauptstadtmachern kräftig ans Bein zu pinkeln und vor die Tür zu scheißen.


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